Denken heißt vergleichen

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Eine Sonderbriefmarke würdigt das Leben des Berliner Industriellen, Schriftstellers und Politikers Walter Rathenau (1867–1922).

Walther Rathenau wurde als ältester Sohn des deutsch-jüdischen Industriellen Emil Rathenau — dem späteren Gründer der AEG — und seiner Ehefrau Mathilde in Berlin geboren. Ab 1899 war er in leitenden Positionen für die AEG tätig. Neben der Tätigkeit im Konzern, wollte er als Schriftsteller die moderne Welt des Kapitalismus und Materialismus kulturkritisch durchdringen und verbessern. In der jungen Weimarer Republik wurde er Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei. Ab 1921 war Rathenau Minister im Kabinett von Reichskanzler Joseph Wirth. Am 24. Juni 1922 wurde er Opfer eines rechtsextremen Attentats und starb bei Schüssen auf sein Auto.

Walther Rathenau vereinigte eine seltene Fülle von Begabungen: Er war Naturwissenschaftler, Manager, Politiker, Sozialphilosoph, Literat und Künstler. Sein Leben und Werk spiegeln beispielhaft eine spannungsreiche Epoche der deutschen Geschichte zwischen Kaiserreich und Republik. Die Briefmarke, die sich im Wettbewerb gegen etwa zehn weitere Entwürfe durchsetzte, kombiniert ein Porträt Walter Rathenaus mit seinem berühmtesten Zitat: „Denken heißt vergleichen“.

Denken heißt vergleichen

»Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.«
— Walter Rathenau, 1918

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Auftraggeber: Bundesministerium der Finanzen, Berlin & Deutsche Post AG, Bonn.
Jahr: 2017
Foto: ©ullstein bild


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